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Bertini-Preis 2019 - Jugend engagiert gegen Rechts

"Die Kunst des Selbstrasierens"

  • Lesung mit Jens Gärtner, Gespräch mit Annkathrin Kammeyer

Am Montag hat der Hamburger Autor Jens Gärtner beim Kulturverein Kultur im Gewerkschaftshaus e.V. aus seinem Buch “Die Kunst des Selbstrasierens” gelesen. Dabei geht es nicht, wie man vermuten könnte, um männliche Körperpflege, sondern um den Widerstand junger Hamburger Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten während der Nazi-Herrschaft. Der Hauptprotagonist des Buches, das als “Doku-Fiction”, also als Mischung von fiktionalem Roman und quellenbasierter Tatsachendokumentation formuliert ist, ist Heinz Gärtner, der Vater des Autors und langjähriger Geschäftsführer der Hamburger SPD.

In dem Buch, das Helmut Schmidt als Lektüre für jeden Hamburger Sozialdemokraten empfahl, werden die Lebensumstände der jungen Aktiven von damals, ihre Motivation zum Widerstand und ihre lebensgefährliche Arbeit sehr anschaulich dargestellt.

Im Anschluss an die Lesung haben wir Annkathrin Kammeyer, eine junge SPD-Kollegin in der Bürgerschaft in das Gespräch einbezogen. Sie war beeindruckt von den Schilderungen über die damaligen Genossinnen, da auch sie sich schon als Jugendliche gegen Rechte und Neonazis engagiert hat und darüber zur (Partei-)Politik gekommen ist. Sie will dazu beitragen, die Erinnerung an damals aufrechtzuerhalten, auch wenn es heute nur noch wenige Zeitzeugen gibt und in absehbarer Zeit nicht mehr auf deren direkte Erzählungen zurückgegriffen werden kann. Mit dem Publikum waren sie und Jens Gärtner sich einig, dass die Demokratie gerade heute wieder aktiv gegen rechte Verführungen verteidigt werden muss.

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"Kehren Sie den Dreck vor Ihrer eigenen Haustür"

  • Redebeitrag von Wolfgang Rose in der Bürgerschaft am 12. April 2017 zu einem Antrag der AfD gegen ver.di

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Wider die Verunglimpfung der Holocaust-Überlebenden durch die AfD

  • Scharfe Auseinandersetzung in der Bürgerschaft

Am Mittwoch habe ich mir in der Bürgerschaft mit Dirk Nockemann von der AfD einen Schlagabtausch geliefert, nachdem er das Holocaust-Gedenken und die antifaschistische Arbeit der VVN als “Vorwand für Linksextremismus” verunglimpft hatte.
Hier die komplette Debatte zum Nachschauen, der Schlagabtausch mit ihm zu Beginn und am Ende.

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Esther Bejarano: Fremdenfeindlichkeit bekämpfen!

  • Volles Haus gestern Abend bei der Veranstaltung von „Kultur im Gewerkschaftshaus e.V.“ mit der großartigen Esther Bejarano

Ihre Mahnung an uns alle: Die zunehmende Fremdenfeindlichkeit in Deutschland und Europa entschieden zu bekämpfen. Sie selbst leistet mit ihren 92 Jahren nach wie vor eine Menge dafür. Dafür waren ihr die über 70 Anwesenden gestern Abend alle sehr dankbar.

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